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ERLEBEN

"BIENENHALTUNG IN DER STEINZEIT"

Mit der Sesshaftwerdung begannen die Menschen, neben anderen Nutztieren auch Bienen zu halten.

Belege dafür finden wir im Nahen Osten und in Mitteleuropa. In Südanatolien wurde eine Siedlung mit dem Namen Catalhöyük aus der Jungsteinzeit (vor ca. 9000 J.) entdeckt. Wandmalereien zeigen die Bienenhaltung in Tonröhren mit verschließbaren Deckel. Eine Ausgrabung in Nordisrael förderte die Siedlung Tel Rechov zu Tage. Alter ca. 3000 Jahre. Hier wurden die Reste einer Imkerei gefunden, die nach Schätzungen 500 kg Honig und 70 kg Wachs pro Jahr lieferte. Die Bienen wurden in 80 cm langen Röhren aus Lehm mit Stroh vermischt gehalten. Die Röhren waren mit einem abnehmbaren Deckel mit Flugloch versehen.

In der Ausgrabungsstätte Arbon Bleiche III (Schweiz) einer Feuchtbodensiedlung aus der Zeit 3380 v. Chr. wurde eine sog. Klotzbeute gefunden. Ein hohler Baumstamm mit Flugloch und Deckel diente als Bienenbehausung. Im Museumsgelände von Pestenacker wurde eine solche Klotzbeute aufgestellt. Ein Bienenvolk hat den Baumstamm bereits halb ausgebaut. Über eine an der Rückseite angebrachte Türe kann durch eine Plexiglasscheibe der herrliche Wabenbau beobachtet werden.